Thores Tea Time - der Podcast aus'm Norden

Transkript

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00:00:00: Gibt es wirklich?

00:00:00: Du kannst QR-Kurz auf den Grabstein kleben, einscannen und dann kannst du über den Menschen der dort bestattet wurde einfach seine Lebensgeschichte hören.

00:00:09: Das finde ich super spannend weil das bringt nochmal wieder den Friedhof ein bisschen zum Leben.

00:00:13: Mit Fühlen Ja mit Leinen Nein.

00:00:17: Ich stand vor der Tür die haben mich reingelassen und die haben die Tür aufgelass wirklich und sie haben rausgeguckt.

00:00:22: und dann dachte ich so, wen suchen die denn?

00:00:25: Und dann fragten sie Frau Echsen, kommen Sie allein oder haben sie Ihren Vater mit?

00:00:29: Du warst verbarmtet.

00:00:31: Ja!

00:00:31: Auf Lebenszeit du warst durch und du wachst den Schritt in die Selbstständigkeit und kurz nach Übernahme fackelt der Schuppen ab.

00:00:39: Jo!

00:00:39: Ist schon doll ne?

00:00:42: Das ist jetzt zweieinhalb Monate her.

00:00:43: trotzdem das ist gerade erst gewesen.

00:00:44: bereust du den Schritt?

00:00:45: Ne kein Stück.

00:00:46: Wie vielseitig dieser Beruf es und was da einem wieder gibt.

00:00:50: also Wahnsinn ich weiß nicht an welchen Berufen man noch soviel Wertschätzung bekommt.

00:00:55: Haben Sie Interesse an einer Mitarbeit in einer modernen Anwaltskanzlerin?

00:00:59: Als Rechtsanwalt, Rechtsanwelten.

00:01:02: Als Renault Fachangestellte oder als Kehrensteiger.

00:01:05: Wir erweitern uns und suchen sie!

00:01:08: Bewerben Sie sich jetzt!

00:01:09: Sie erwartet ein moderner Arbeitsplatz der mit aktueller Technik ausgestattet ist für unsere elektronische Aktenführung In einem aufgeschlossenen und freundlichen Team.

00:01:17: Bewerden Sie sich... Jetzt!

00:01:27: Nettasse Tee mit Helena Erison und Bruder Pai Nissen hier in Flensburg.

00:01:34: Und wir wollen heute über das Leben und den Tod sprechen, denn mir sitzen zwei junge Menschen gegenüber – einunddreißig Jahre jung?

00:01:43: Zweiunddreizig Jahre jung!

00:01:44: Ich bin dreihanddreizig Jahre Jung.

00:01:46: Und die beiden, meine beiden Gesprächspartner haben eine Gemeinsamkeit, eine Parallele, denn sie sind dabei, dass unternehmende Eltern zu übernehmen in der Bestattung Heißt, ihr beide seid Bestatterin bzw.

00:01:59: Bestatter und das finde ich unheimlich beeindruckend.

00:02:02: so als junge Menschen grundsätzlich, als Mensch sich mit dem Tod so regelmäßig auseinanderzusetzen und trotzdem so glücklich zu sein, trotzdem so positiv zu sein weil ihr tut ja auch was Positives letztendlich, was Gutes und darüber wollen wir heute hier in Torres Tee Time mal ein bisschen mehr erfahren.

00:02:18: deswegen Moin Helena haben wir lange geübt?

00:02:21: Ja, haben

00:02:21: wir lang gegrügt!

00:02:22: Helina

00:02:23: oder Pie?

00:02:24: Moin Thore

00:02:25: Wie geht's euch

00:02:27: Gut, danke dass wir heute hier sein dürfen.

00:02:29: Ja kann ich mich nur anschließen, vielen Dank!

00:02:32: Wir haben ja

00:02:33: ein paar Anlässe weshalb wir auch zusammenkommen aber wir starten mal mit einem etwas traurigerem Anlass.

00:02:39: in der Tat ein Bruder es geht um dich es geht darum es gab einen Schicksalsschlag.

00:02:46: letztendlich über Nacht ist nämlich deine Existenz abgebrannt.

00:02:51: Das kann man so, glaube ich sagen bitte hol uns mal abholen die hörenden und zuschauen dann mal ab was ist los gewesen bei dir in breit steht.

00:02:58: ja Ja das trifft es schon ziemlich auf den punkt.

00:03:02: tatsächlich Genau.

00:03:04: also zum ersten ersten habe Ich die firma von mein vater übernommen und am elften februar Also kann man schon sagen einem vierzig zweieinvierzig tage In amt und würden Ist über nacht unsere firma abgebrannt.

00:03:15: Die ursache ist umgekehrt.

00:03:17: Also die kripe und versicherung werden da nichts mehr zu sagen können.

00:03:22: Also wir gehen stark von einem technischen Defekt aus.

00:03:26: Ja, und das steht man dann vier Uhr morgens vor seinem brennenden Bestattungshaus...

00:03:33: Du bist ja selber Feuerwehrmann?

00:03:34: Ja,

00:03:34: das auch!

00:03:35: Heißt

00:03:35: der Pieper ging los?

00:03:36: Nein, weil ich...

00:03:38: Ist

00:03:39: es gewesen oder was?

00:03:42: Ich wohne in einer Nachbargemeinde und die wurde ... also meine Währwurde nicht Alarmiert, da war die zu weit weg und nehm ich.

00:03:52: Ich hab um vier Uhr morgens oder kurz vor vier einen Anruf gekriegt von der Leitstelle Nord hier und die haben mir dann auch ziemlich trocken.

00:04:00: also ja guten Abend ihr Bestattungshaus brennt.

00:04:04: Und dann war man so ... Was?

00:04:06: Wie

00:04:06: brennt.

00:04:07: Weil,

00:04:07: dass die Leitstelle anruft bis nichts Unübliches in unserer Branche.

00:04:11: Nee!

00:04:11: Weil das über Polizeieinsätze halt auch mal ein Todesfall eintreten kann und das heißt bitte kommt da hin oder unterstützt die Polizei bzw.

00:04:21: übernimmt die Überführung.

00:04:22: deswegen als ich die Nummer gesehen habe hat man sich natürlich nicht beigedacht.

00:04:25: Ja.

00:04:25: Das sind die Aussage gekommen war schon echt wow naja.

00:04:28: und dann bin ich mit meiner meiner Frau und meinen Vater hingefahren.

00:04:32: Und hab dann schon vom Weiten einen Orange in den Himmel gesehen, das war echt krass!

00:04:39: Da war mir bestimmt so ... Ja ich würd jetzt schätzen, siebzig-achtzig Feuerwehreinsatzkräfte da am Kämpfen.

00:04:44: Und Parker musste noch ran, musste noch das Dach runterreißen, die Pferdenerge.

00:04:48: also es ist wirklich alles weg.

00:04:49: wir haben komplett alles verloren Autos über Führungsmaterial, Dekorationsmaterial.

00:04:55: Also es ist

00:04:55: alles weg

00:04:56: Wirklich.

00:04:57: Und man steht vorm Nichts.

00:04:58: und es war halt an einem Mittwoch um vier Uhr, um dreizehn Uhr hatten wir eine Trauerfeier.

00:05:02: So, da fängst du erst mal an zu denken wie macht man das?

00:05:07: War das

00:05:07: einer der ersten Gedanken?

00:05:09: Ja!

00:05:09: Was mache ich jetzt mit der Trauer Feier?

00:05:11: Man funktioniert sofort.

00:05:13: Also man ist sofort im Funktionsmodus dass man guckt wer kann irgendwie helfen, wer kann unterstützen.

00:05:21: Wir hatten dann Gott sei Dank noch Dekorationsmaterial an einen anderen Standort und konnten das auch nutzen.

00:05:26: Aber was wir nicht konnten, waren die Ohren entsprechend aus dem Feuer zu holen.

00:05:32: Die mussten wir später oder konnten wir später alle bergen.

00:05:36: aber die Trauerfeiern wurden, fanden statt, aber nur als Nachrück.

00:05:41: schwache mit den Familien als Gedenktrauer feiern heißt die Ohne war nicht da und die Beisetzung haben wir denn nachgeholt sobald es möglich war?

00:05:50: Das ist jetzt ja zweieinhalb Monate her.

00:05:53: Ja,

00:05:53: genau!

00:05:54: Was es seitdem passiert?

00:05:55: Das war natürlich ein Schicksalsschlag und man hat seine Existenz verloren die gerade frisch entdeckte, frisch übernommene... das ist ein

00:06:04: großer

00:06:05: Schlag ins Kontur.

00:06:06: was es seit dem passiert weil ich ende mich an unsere ersten Gespräche.

00:06:10: wir zwei kennen schon lange und intensiver du warst ja wirklich am Boden.

00:06:15: Ja auf jeden Fall klar.

00:06:17: also ich würde sagen die ersten zwei Wochen waren super krass.

00:06:19: Ich wiederhole mich noch mal, aber man hat einfach funktioniert.

00:06:22: Aber es war emotional gesehen eine unfassbare Achterbahnfahrt.

00:06:28: waren in die erste Zeit weil Es war so dass sofort extrem viel Hilfe angeboten wurde von jeder Seite, muss man sagen von umliegenden Bestattern.

00:06:39: Von Feuerwehr sowieso.

00:06:41: Ja genau ihr habt auch einen gerufen ehlender?

00:06:44: Das war schon echt Wahnsinn und wir konnten dank der Gemeinde Langhorn wo ich wohne also da habe ich dann kurz mit dem Bürgermeister gesprochen.

00:06:55: er hat uns sofort eine Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt mit einer Fahrzeugkalle.

00:06:58: ein bestatter hat uns sofort ein Auto zur verfügung gestellt sodass wir denn halt sofort wieder arbeitsfähig waren.

00:07:04: meine Mitarbeiter Weiter haben die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, also die ganze Nacht Dekoration gebastelt.

00:07:09: Also haben da wirklich noch einiges hergestellt ... Die haben so auf Subkletzer ineinander geklebt und es sieht unfassbar geil aus.

00:07:19: Ganz ehrlich, die haben dann eine Wahnsinnsarbeit geleistet!

00:07:25: Man wurde überschüttet mit Nachrichten und Hilfsangeboten oder auch einfach nur mit guten Wünschen und Gedanken.

00:07:33: Einige kam halt einfach an und sagten, wir wissen jetzt nicht wie wir helfen können.

00:07:36: Aber wenn du weißt, wie wir uns helfen können, sagt uns Bescheid.

00:07:39: Also das war emotional gesehen die krasseste Phase in meinem Leben, glaube ich.

00:07:44: Ich würde mich selbst als emotional sehr sattelfest bezeichnen, was man als Müsste sein

00:07:48: muss.

00:07:48: Ja, das

00:07:49: fetzt ja voraus!

00:07:51: Genau.

00:07:51: aber das war ziemlich crazy.

00:07:53: Aber ich finde es ein verrücktes Jahr weil... Das zeigt wieder wie die eigenen Bedürfnisse von uns doch irgendwie immer wieder zurückgesteckt werden, weil der Fokus liegt einfach darauf.

00:08:04: Menschen in schweren Zeiten ... Du hattest jetzt selber eine schwere Zeit aber die Abschied nehmen wollen, dass da der Fokuss draufliegt und zu sagen okay, die eigenen Bedürfnisse feiern wie auch immer das muss warten.

00:08:15: Und das war ja wie an dem Tag.

00:08:16: ne?

00:08:16: Die Trauerfeier muss stattfinden kann man nicht wiederholen.

00:08:19: Ja genau!

00:08:20: Das sagst du finde ich jetzt auch krass.

00:08:22: also das zeigt ja wirklich noch mal

00:08:25: Was für eine Leidenschaft.

00:08:26: Passion dahinter steckt, D-A-T-Ger.

00:08:28: Ja, ich hab

00:08:28: froh, was darauf nicht.

00:08:29: Was ich bemerksam

00:08:30: ganz liebkriem muss man sagen.

00:08:31: Bemerkset

00:08:32: fand ich auch, ihr habt Unterstützung bekommen von Mitbewerbern hast du gesagt?

00:08:35: Weil letztendlich ist Bestattung auch ein Geschäft.

00:08:38: Das ist eine Konkurrenzsituation es geht um Wirtschaft aber auch da sofort Hilfe erfahren aus der Region.

00:08:43: Also unglaublich krass!

00:08:45: Hilfedankbarkeit ist großes Stichwort.

00:08:47: Hast du auch immer gesagt ganz viel erfahren in den letzten Monaten.

00:08:50: wo steht ihr denn jetzt heute?

00:08:51: wir nehmen am dreißigsten April zwei sechsundzwanzig auf.

00:08:55: Ja, wir haben letzte Woche Freitag endlich wieder ein eigenes Auto bekommen.

00:08:59: Also da waren ja auch zwei Monate auf fremde Hilfe angewiesen.

00:09:02: Das ist das

00:09:02: Auto.

00:09:02: heißt in dem Fall der Bestattungswagen?

00:09:05: Umgangssprache durch Leichenwagen.

00:09:08: So heißt es ja, normalen Sprachgebrauch.

00:09:11: Nur dass wir wissen was gemeint

00:09:12: ist.

00:09:13: Genau!

00:09:14: Aber so hier... Nein aber ein Bestattungsauto ist jetzt die Woche gekommen, was uns auch total gefreut hat.

00:09:19: Wir konnten es dann auch zeitnah zulassen und konnten dann ... unserem Bestatterkollegen das Auto dann auch mal zurückbringen.

00:09:26: Und muss man wirklich sagen, der wollte keinen Center für haben und... ...das ist unfassbar eigentlich.

00:09:31: Ja.

00:09:32: Das sind wirklich unfassbare.

00:09:33: Nein!

00:09:34: Dann ist es so.

00:09:35: wir bauen wieder auf einen gleichen Ort und Stelle natürlich etwas anders,... ...etwas größer, etwas moderner würde ich mal sagen,... ...dass man aus der Situation jetzt das Beste zieht einfach.

00:09:47: Da ist es sowas wie jetzt in den nächsten Tagen den Bauantrag stellen und denn hoffentlich... Äh, bald eine Genehmigung bekommen und dann auch zeitnah starten wollen.

00:09:56: Und was sagt die Planung?

00:09:57: Wann erwartet ihr die Fertigstellung eines potenziellen Neubeaus?

00:10:02: Boah!

00:10:02: Also ähm der Bauunternehmer mit dem wir zusammenarbeiten... ...der Schaden in den Hufen das ist unglaublich.

00:10:08: der will wirklich sofort loslegen sobald es geht.

00:10:10: und also ich weiß es nicht.

00:10:14: Ich bin schon glücklich wenn dieses Jahr Baubeginn ist und dass es auf jeden Fall realistisch.

00:10:17: aber ich kann's jetzt nicht sagen wie lang es dauert.

00:10:19: Vor allem vor zwei Monaten war noch gar nicht ersichtlich und erwartbar, dass es überhaupt weitergeht.

00:10:25: Also Jain!

00:10:26: Es

00:10:27: muss natürlich, aber die Vorstellungskraft war natürlich... Und du hast auch einiges noch mehr mitgemacht in dieser Übernahmephase der ganzen Zeit.

00:10:33: also das war ja schon ganz viel.

00:10:36: Wie schön, dass jetzt weiter geht um wo wir stehen und es wird neu gebaut.

00:10:41: und jetzt kommen wir mal langsam zu dir Helina.

00:10:43: bei euch wird nicht neu gebaut Restauriert?

00:10:47: Es wird saniert.

00:10:48: Da haben wir schon mal eine Brücke, erzähl mal!

00:10:50: Warum sitzen wir eigentlich im Stadtspeicher Flensburg?

00:10:54: Ja also zuallererst seit dem ersten diesen Jahres bin ich mit Gesellschafterin des Familienunternehmens und irgendwann war auch mal bei uns die Zeit wo man sagt okay wie kann ich mich auch verwirklichen?

00:11:07: und da stand einfach irgendwann normalem Raum das Bestattungshaus muss mal neue Farbe bekommen und das war der Moment wo ich gesagt ok jetzt möchte ich Mal zeigen, wie ich mir mein Bestattungshaus der Zukunft vorstelle und sind jetzt seit einem Jahr dabei mit einer tollen Innenarchitektin dieses Haus zu gestalten.

00:11:27: Um da Frische reinzubringen, wie du schon sagtest Bruder!

00:11:30: ein bisschen moderner denken.

00:11:32: Und ja, da sind wir dabei und wir schließen es auf jeden Fall dieses Jahr noch ab und haben halten an dem Tag der offenen Tür fest am siebten Elften.

00:11:41: also kurz mal Werbung.

00:11:43: Habe ich ja Drucken um hochladen!

00:11:46: Sieht der Elfter bitte mehr Tag der Offene Tür.

00:11:49: Genau so viel dazu.

00:11:51: warum sitzen wir heute hier im Stadtspeicher?

00:11:53: Unser Stammhaus befindet sich in Handewirt sind aber unter anderem auch in anderen Regionen tätig.

00:12:00: Und es war schon lange ein Ziel von uns, einen Standort in Flensburg zu schaffen

00:12:05: ... Ist das ein Unterschied?

00:12:06: Handelwirt und Flensburger?

00:12:07: Ja irgendwie schon, ne!

00:12:08: Also interessante Frage.

00:12:10: Nicht Flensberger ist für mich alles gleich.

00:12:13: Da ist so eine imaginäre Grenze.

00:12:15: Die Handelwirter sehen sich doch noch ein bisschen ländlicher und die Flensbocker sind ganz klar statt.

00:12:20: Wir haben das Gefühl, die Flansburger, obwohl wir wirklich nur um die fünf Minuten vor der Stadt wohnen Unser Stammhaus befindet sich fünf Minuten davon.

00:12:28: Ist da einfach diese Grenze und die Flensburger wollen, ist ja auch völlig in Ordnung.

00:12:35: Können Sie jetzt bekommen?

00:12:36: Genau hier sind wir.

00:12:38: Nein!

00:12:39: Auf jeden Fall haben wir nach Langsuchen eine Supermöglichkeit hier bekommen durch einen guten Kollegen der uns ein Büro im bekannten Stadtspeicher zur Verfügung gestellt hat quasi.

00:12:53: Hier sind wir eingemietet Und jetzt haben wir hier eine ganz interessante oder auch schöne Kulisse.

00:12:58: Denke ich mal direkt an der Pferde,

00:13:01: oder?

00:13:02: Ähnlich wie ein langen Horn- oder Breed-Stil.

00:13:04: Ja

00:13:04: genau!

00:13:05: Ihr kommt auf das Niveau immer weiter nach.

00:13:10: Dann stellt doch bitte eure Familienbetriebe vor.

00:13:13: Bruder du bist in zweiter Generation.

00:13:15: Helena du in dritter Generation.

00:13:17: Ich bin sogar

00:13:17: die vierte Generation.

00:13:19: Gute Vorbereitung Tore.

00:13:21: Ben Schradt macht sie das doch bitte selber.

00:13:26: Genau, also bei mir ist es halt schneller erzählt.

00:13:27: Zweite Generation!

00:13:30: Mein Vater hat vor ungefähr fünfzehn Jahren angefangen, er hat erst Tischler gelernt oder hat ein Meister gemacht und das hat ja auch dann so eine gewisse Historie, dass viele Tischlerbetriebe in die Bestattertätigkeit übergehen und das haben mein Vater denn halt auch gemacht.

00:13:45: Und ja, da hat das jetzt bis ersten, ersten sechsundzwanzig gemacht und da habe ich's übernommen... Ja, und jetzt?

00:13:55: Da stehen wir hier.

00:13:56: Und da gehen wir gleich noch mal genauer drauf ein, weil ich weiß aus vertrauter Quelle nämlich von dir dass du das gar nicht immer machen wolltest.

00:14:03: Das ist richtig!

00:14:04: Kommst

00:14:04: aus dem Finanzamt?

00:14:05: Ja.

00:14:06: Da kommen wir gleich nochmal genauer darauf, weil es ja doch ein großer Switch.

00:14:09: Ja, das ist richtig.

00:14:10: Helena, Du bist in der vierten Generation.

00:14:12: Genau.

00:14:12: Du bist auch schon seit elf Jahren im Betrieb.

00:14:15: Ich muss jetzt ein bisschen was retten.

00:14:18: Erzähl mal wie du hast bei dir und wann war für dich klar, du willst Bestatterin werden.

00:14:22: Also eigentlich wollte ich's auch gar nicht werden.

00:14:24: Komisch, wie verrückt.

00:14:25: Also nein ich wollte auch nicht bestattern werden.

00:14:28: meine Eltern haben auch nie gefragt ob ich das werden möchte beziehungsweise ich habe auch noch eine Schwester.

00:14:31: wir wurden nie gefragt weil die immer davon ausgehen dass muss man von sich aus wollen diesen beruf weil der sehr viel voraussetzt oder

00:14:40: ist auch genau richtig

00:14:41: erwartet.

00:14:42: so und genau.

00:14:43: ich hab denn nach einer Ausbildung zur Industriekaufrau gemacht hier in Flensburg ... während der Ausbildung braucht man noch ein bisschen das gewisse Kleingeld vielleicht.

00:14:50: und dann sagte meine Mutter, wie wär's?

00:14:52: Kannst ja bei mir im Büro helfen.

00:14:53: Ich brauche ja echt Unterstützung.

00:14:54: Ich doch höre kein Problem!

00:14:56: So da war wer Wendepunkt.

00:14:58: ich habe nochmal einen ganz anderen Blickwinkel auf diesen Beruf bekommen neben nur Tochter sein... Und wie vielseitig dieser Beruf ist und was da einem wiedergibt.

00:15:08: also Wahnsinn.

00:15:08: Ich weiß nicht in welchen Berufen man noch soviel Wertschätzung bekommt.

00:15:14: Da haben wir gesagt, okay.

00:15:16: Nach der Ausbildung starte ich dann bei uns im Familienbetriebbindern von hundert Kollegen auf.

00:15:20: damals denn zwei.

00:15:21: Das war meine Eltern auch noch eine gewisse Herausforderung?

00:15:25: Wie klappt das so mit den Eltern?

00:15:27: Aber ja offensichtlich elf Jahre später ... Ich bin immer noch hier, bin jetzt Gesellschafterin und es geht weiter und es läuft super!

00:15:34: Ja geil.

00:15:36: Wertschätzung Dankbarkeit.

00:15:37: hast du das in deinem Beruf vor dem Bestatter auch erfahren?

00:15:39: oder du hast lange im Finanzamt gearbeitet.

00:15:42: Und fehlte dir das und hast gesagt, okay komm fadern dann mach ich das.

00:15:46: wie war das bei dir?

00:15:47: Wie war da diese Entwicklung hin dass du sagst ich übernehme den betrieb und wenn dem widmen mich auch einer ganz anderen branche einer natürlich zukunftssicheren wahrscheinlich branche.

00:15:57: wie kam da diese entwicklung bei dir in meiner set zu standen?

00:16:00: also ich wenn nicht so zurückdenke glaube ich schon ein bisschen schleichend halt auch.

00:16:05: also man hat es ja immer begleitet, aber genau wie du Helena wollte ich was anderes machen und habt denn ja auch etwas anderes gemacht.

00:16:11: Und habe mich in dem Beruf als Finanzbeamter sehr wohlgeführt.

00:16:14: Ich war ja auch schon auf Lebenszeit verbeamtet.

00:16:17: So hatte also meine sichere Seite, sag' ich mal.

00:16:23: Und es war auch so, dass mein Vater sich grundsätzlich schon gewünscht hat.

00:16:28: Dass ich mich dafür interessiere aber auch nie Druck gemacht hatte oder so.

00:16:32: Es war dann aber auch so das ich als Minijobber da immer mal ... Ich war für die Überführungsdienste da.

00:16:37: Alles was mit Kraft zu tun hatte, sag ich mal.

00:16:40: Was heißt in dem Fall Überführung?

00:16:42: Überführungen heißt, sie verstorben von A nach B. Entweder, dass man vom Pflegeheim oder von einem Haus genau ... dass die dann halt einfach transportiert werden.

00:16:52: Nee, und das war dann immer so mein Hauptbereich da als Minijopper.

00:16:58: Und meine ersten Bewegungspunkte ... Ja, beim Amt glücklich!

00:17:03: Aber es kam dann irgendwie der Zeitpunkt, kurz vor meinem Dreißigsten, wo ich mir die Frage stellt, will ich das für mon dreißig Jahre machen?

00:17:11: War's das

00:17:12: schon?!

00:17:13: Genau!

00:17:15: Wo gehts hin?

00:17:16: Wie weit kann's noch werden?

00:17:18: Hab dann auch, soll man jetzt irgendwie noch mal gucken.

00:17:20: Ob man die Empfehlung der Vorgesetzten kriegt um für ein Studium empfohlen zu werden?

00:17:24: So was?

00:17:25: weil ich hab die mittlere Reife, keine Abitur ... Aber durch entsprechende Förderung ist es trotzdem möglich gewesen.

00:17:32: Will ich das aber war denn so mit den Gedanken immer ... Nee, irgendwie passt das nicht.

00:17:39: und dann habe ich mich mit meinem Vater länger unterhalten.

00:17:42: So ein längeres Gespräch geführt und weil ich auch einen Angebot von einem Steuerbohr hatte, was mich gerne haben wollte was auch ein sehr, sehr gutes Angebot war.

00:17:50: Und hab darüber eigentlich mit meinem Vater gesprochen und während des Gesprächs kamen so ein bisschen raus.

00:17:54: oder soll ich bestatter werden?

00:17:56: Dann bin ich mit dem Gedanken zwei, drei Wochen schwanger gelaufen und das Ergebnis kam ja, ich will das!

00:18:00: Ja dann habe ich gekündigt und bei meinen Vaters angefangen.

00:18:03: Das darf man nochmal wiederholen und betonen du warst verbarmtet auf Lebenszeit.

00:18:08: Du warst durch also braucht sich keine Gedanken eigentlich mehr machen.

00:18:13: Und du wagst den Schritt in die Selbstständigkeit.

00:18:15: Ich überspringe jetzt ein bisschen, aber du wachst den Schritt ... Ein Unternehmen zu übernehmen und kurz nach Übernahme fackelt der Schuppen

00:18:23: ab.".

00:18:23: Jo!

00:18:25: Ist schon doll ne?

00:18:26: Ja.

00:18:27: Das ist jetzt zweieinhalb Monate her trotzdem das ist gerade erst gewesen.

00:18:30: Wo räust du den Schritt?

00:18:31: Nee, kein Stück.

00:18:32: Immer noch nicht.

00:18:33: Weil es erfüllt ... Die Arbeit ist... Eine innere Zufriedenheit ist irgendwie einfach da.

00:18:43: Die Sinnstiftung?

00:18:44: Ja, genau!

00:18:46: Das ist ein gutes Wort, Sinnstiften.

00:18:47: Also es ist so ... Es ist ein extrem dankbarer Beruf.

00:18:50: also wenn man ... So Dankbarform

00:18:54: von Dankbarkeit erfahrend oder auch selber eifach?

00:18:58: Wenn man viel Arbeit und Zeit investiert hat für eine Familie sag ich mal und am Ende die Trauerfeier ist der sagt die Ohne wird beigesetzt und am ende sagt die Familie So wie es war, was sehr schön.

00:19:10: Es gibt so einen kleinen Kick.

00:19:13: Die Motivation weiterzumachen?

00:19:15: Also die Menschen in schweren Zeiten helfen... Man wird gebraucht dieses Gefühl von man wird gebaucht.

00:19:24: Die Arbeit plötzlich von dem Gegenüber wird gesehen.

00:19:28: also erst wenn wir abgeschlossen haben mit der Bestattung kommen doch die Menschen sonst und sagen Wahnsinn, was ihr da leistet.

00:19:35: Weil unser Beruf dann einfach gesehen wird, wertgeschätzt wird und das ist von diesem Kekdo vielleicht, glaube ich, Schmiss diese Motivation immer wieder das Beste zu geben, eigene Bedürfnisse zurückzustecken weil man bekommt immerhin am Ende wieder Dankbarkeit.

00:19:51: und das so dieser Kreislauf.

00:19:54: und wenn man aus einem schweren Moment davon reden wir einfach noch etwas Gutes machen können.

00:20:00: und ich finde, das ist immer ganz süß.

00:20:01: Weil die Angehöhren kommen zu uns und sagen ... Das kann ich Ihnen gar nicht sagen jetzt!

00:20:05: Aber das war richtig schön.

00:20:08: Ich sag doch dann haben wir hier alles richtig gemüht.

00:20:11: Nur weil es schön war, schmälert es ja nicht die Traurigkeit.

00:20:15: Und dann haben auch hier unseren Job gemacht.

00:20:18: Und das ist toll.

00:20:19: Das ist wirklich schön in diesem Beruf.

00:20:20: Auf jeden Fall.

00:20:22: Wenn man glaube ich sagt

00:20:24: als

00:20:24: Angehöriger eine schöne ... Trauerfeier, eine schöne Beerdigung.

00:20:28: Klingt eigentlich Widerspruch in sich?

00:20:30: Ja absolut, Paradox.

00:20:31: Aber

00:20:31: ich glaube jeder kennt auch ne beschissene TrauerFeier und ne richtig Schöne!

00:20:36: Und dafür seid ihr mit verantwortlich.

00:20:38: Sauberholt ist ja

00:20:39: auch würdevoll.

00:20:40: Das ist schön und würdevoll ist für mich so.

00:20:43: in dem Falle gleich bedeuten ein bisschen.

00:20:45: Ja und dass sie einfach Spuren hinterlässt finde ich weil je mehr Charakter diese Trauer Feier bekommt Form von individuellen Gestaltungsmöglichkeiten, Musikstücken.

00:20:57: Wenn da zum Beispiel ein freier Redner ist und wenn man die Menschen auch noch mal dazu animiert und mitzugestalten dann wird daraus wirklich... Und da sprechen wir immer von unserem Herbestattungshaus vor einer Lebensfeier.

00:21:10: Keine Trauerfeier, es sollte eine Lebensfeier sein.

00:21:13: Es steckt

00:21:13: das Wort Feier mit drin?

00:21:15: Genau!

00:21:15: Aber warum... Also klar die Menschen sind traurig aber wir schauen doch zurückblickend auf das Leben und dann finde ich kann es schon von der Lebensfeiher.

00:21:25: Kann man davon sprechen wenn's jetzt nicht ein junger Mensch ist der aus dem Leben gerissen ist.

00:21:28: Dann ist das wirklich wieder was anderes.

00:21:30: also muss man immer mal gucken.

00:21:32: Und man stellt sich ja vor die Realität ist eine bittere andere.

00:21:37: aber einen mensch wird neunzig Jahre alt.

00:21:39: Ja genau

00:21:40: Es findet die Lebensfeier statt und man blickt zurück auf ein Leben.

00:21:44: Richtig!

00:21:45: Ich möchte mit euch jetzt darüber sprechen, was die Arbeit eines Bestatters eigentlich beinhaltet.

00:21:49: Bruder wir sprachen da mal drüber.

00:21:50: Das hast du mir das mal erzählt weil ich das überhaupt nicht wusste.

00:21:53: Und da du schon so viel gesabbelt hast, Bruder... Ja, alles gut!

00:21:59: Was machst du so den ganzen Tag?

00:22:01: Und wo fängt die Arbeit an?

00:22:03: Wir konstruieren den Fall eine Person verstirbt altersunabhängig.

00:22:08: Es gibt jetzt achtzig Jahre, neunzig Jahre der ideale Falle Anführungszeichen.

00:22:14: Der Anruf kommt ... Nee die Person verstirbt!

00:22:18: Was passiert dann?

00:22:18: Und dann gehen wir weiter wieder.

00:22:20: Ja also das Telefon klingelt, der schwäßt um den Moment der Familie beginnt und damit unsere Arbeit und zwar den Verstorbenen zu überführen zur gegebenen Versräumlichkeit wo er hin soll.

00:22:37: Und dann beginnt der Arbeit erst mal darin, sich mit der Familie zusammensetzen und zu schauen wie man den Abschied würdevoll individuell gestalten kann.

00:22:46: Und diesem Gespräch entwickelt sich dann unser, der Rahmen und unsere Arbeit.

00:22:51: Wo wie überführen wir?

00:22:53: gibt es noch weitere Überführungen, gibt's noch Abschiednamen am offenen Sarg.

00:22:58: Wo soll die Trauerfeier stattfinden?

00:23:00: Dann kommt der administrative Bereich.

00:23:02: dann muss die Trauereihe geplant werden koordiniert werden Versicherung müssen abgemeldet werden Die Trauer zeigen muss gestaltet werden die Blumen ist bestellt.

00:23:08: wenn möchte Diktat von mir irgendwo einkehren können wir irgendwo die allen kennen lassen.

00:23:14: Also ich glaube du merkst schon da gehört richtig viel zu.

00:23:16: und wie du schon vorhin auch sagtest Wir sind irgendwie auch eine Art von Event Manager für den Abschied, aber wir sind Eventmanager.

00:23:24: Ja?

00:23:24: Und ja ...

00:23:26: Es muss hinhauen!

00:23:27: Das Event, die Feier, da muss alles klappen.

00:23:29: Wir haben nur ...

00:23:30: und das ist was du auch vorhin meintest, wo euer Bestattungshaus abgebrannt ist und die Trauerfeier stand am nächsten Tag an.

00:23:37: Wir habe nur eine Chance diese Trauer feiert...

00:23:41: Man stirbt noch einmal.

00:23:41: Genau

00:23:42: man stirbt nur einmal und die Menschen haben sich vorbereitet, die sind angereist, da kann man nicht sagen nö Finde ich jetzt eine Woche später statt.

00:23:50: Das funktioniert nicht, also wir haben nur einmal die Möglichkeit es gut zu machen.

00:23:53: daher ist auch der Druck da.

00:23:55: das ist reibungslos funktioniert.

00:23:57: und ja dann neben den Überführungen Begleitung von Trauerfeiern sind da Vorsorgegespräche die hygienische Versorgung also das Anziehen von dem Verstorbenen.

00:24:08: Also du merkst schon er ist so vielseitig.

00:24:11: Ich glaube wir können noch stundenlang darüber sprechen was man noch alles machen kann.

00:24:14: und neben diesen Bereich, den man so weit sieht ist natürlich aber auch die Ausrichtung der strategischen ... Also die strategische Ausrichtungen.

00:24:24: Wir als Gesellschafter-Inhaber müssen schauen wie sind wir sichtbar für die Menschen?

00:24:30: Wie können wir uns werbetechnisch aufstellen?

00:24:32: also...

00:24:33: Da steckt ein Unternehmen hinter.

00:24:35: Genau!

00:24:36: Auch ein finanzielles Interesse und da ist ja auch ein schmaler Grad Ja.

00:24:41: Natürlich, wie werbe ich überhaupt?

00:24:43: Wie mache ich auf mich aufmerksam?

00:24:45: Wie bepreise ich das?

00:24:48: Ich muss über die Runden kommen!

00:24:49: Ich möchte auch mit meinem Unternehmen Geld verdienen und gleichzeitig eine würdevolle... Bestattungsinstitutionen sein, also da ist auch ein schmaler Grad ganz klar.

00:25:00: Du bist social-mediatechnisch jetzt aufgestellt, Helena?

00:25:03: Du bist ...

00:25:04: Ich

00:25:04: bin bemüht!

00:25:05: Du bist dabei.

00:25:06: In dem Zuge muss ich auch noch mal möchte, ich auch nochmal Danke sagen an Sichtwerf die die tolle Kamera hier zur Verfügung gestellt haben.

00:25:12: Also für diejenigen, die ihn zuschauen es ist mal bisschen schöner das Bild.

00:25:17: Das machst du.

00:25:18: Was macht unter anderem viel sehr breit aufgestellte Marketing?

00:25:22: Bruder, wie macht ihr das?

00:25:23: Wie werbt ihr für euch?

00:25:25: Ich erinnere mich beispielsweise an einen Messeauftritt.

00:25:27: Ja genau also wir sind social-mediamäßig nicht sehr stark... Wir kommen vom Land auch noch nicht!

00:25:33: Genau das weiß ich nicht.

00:25:35: Aber ich wollte grad sagen man hat's... Hattest

00:25:38: du auch gerade einen anderen Fokus?

00:25:38: Ja ich

00:25:39: würde grade

00:25:39: sagen ja.

00:25:40: Wir schieben das da drauf, Bruder.

00:25:41: Baustelle.

00:25:42: Genau das ist, das wäre nicht so stark aber das kann alles noch so kommen.

00:25:48: Ansonsten, ja genau.

00:25:48: Wir sind auf Messen vertreten die in der Umgebung stattfinden...

00:25:51: Was macht man auf so einer Messe?

00:25:52: Also was stellt man da aus?

00:25:54: Also tatsächlich?

00:25:54: Säge?

00:25:55: Nein!

00:25:56: Das versteh ich da aus.

00:25:58: Ich war

00:25:58: nicht aufmerksam auf so eine Messe.

00:26:00: Im

00:26:00: Grunde bieten wir eigentlich hauptsächlich Informationen an.

00:26:02: also wir haben dann einen kleinen Stand wo wir ein bisschen nett durch Flurism mit denen wir arbeiten.

00:26:07: die machen also ein bisschen die Blumendekoration auch den Ohrenkranz da steht er nur ohne drin einfach damit man die Leute so ... haben wir auch.

00:26:15: so sieht eine Urne aus.

00:26:17: Ein bisschen mal ein bisschen Nähe dazu dann auch bringen und sagt würde einfach die Grenzen sprengen würde ich mal behaupten, das wäre zu viel glaube ich jedenfalls.

00:26:26: Nein und ansonsten wir stehen da und quatschen mit den Leuten einfach nur

00:26:30: was setzt euch denn beispielsweise ab?

00:26:32: von anderen Bestattern ohne andere schlecht machen zu wollen natürlich nicht.

00:26:35: aber wie seid ihr in eurem Fall anders?

00:26:38: Wie geht ihr anders an Trauer fallen heran, anders an Gespräche heran.

00:26:42: Was zeichnet euch aus?

00:26:44: Ihr seid in vierter Generationen, habt ihr auch viel gelernt schon, viel mitgenommen ... Ich hab viel

00:26:48: Erfahrung,

00:26:49: siebzig Jahre!

00:26:49: Ja genau wie geht ihr so an sowas heran?

00:26:53: Das ist eine richtig gute Frage, wo setzt man sich von den anderen Kollegen irgendwie ab?

00:26:58: Weil an dich machen

00:26:59: wir

00:26:59: alle das... Da gibt

00:26:59: es auch einen Kompetenz und Stärken.

00:27:01: was Zeichen,

00:27:02: weil

00:27:03: ich wähle einen Bestatter denke ich Teut-a-Teuch musste das noch nicht, aber ich würde es nach Mundpropaganda machen und nicht nach Social Media Ads.

00:27:10: Ich würde darauf achten wie war's bei dem Nachbarn?

00:27:13: Wie hat das funktioniert?

00:27:15: oder war vielleicht sogar selber dabei?

00:27:17: Das ist einfach noch das Medium-Weiterempfehlung.

00:27:21: davon leben wir Bestörter am meisten weil Menschen die in dieser Situation sind vertrauen natürlich dann eher Bekannten die eine Weiteempfehlung äußern als wenn man irgendwie über Webseite ein Bestatter findet, ganz klar.

00:27:37: Aber auch diese Richtung sagen wir mal so.

00:27:43: es wird alles hier anonymer.

00:27:45: also die Menschen suchen sich mehr schauen mehr im Internet nach und vergleichen.

00:27:51: sie haben mir jetzt die Möglichkeit übers Internet Vergleiche zu schaffen indem Sie sich die verschiedenen Webseiten angucken.

00:27:59: Das ist schon mal ein Step, finde ich.

00:28:01: Wo man sich abgrenzen kann und zeigen kann okay wenn wir uns als modern bezeichnen und das tun wir bin ich ganz sicher dann kann man schon anhand der Webseite sehen wie modern ist die auf welchem Stand ist sie?

00:28:14: Wie sind da die Farben?

00:28:15: Wie sind dort die Bilder?

00:28:16: Wie ist da die Qualität?

00:28:18: Da könnte man sich schon von abgrenzten.

00:28:20: Dann ist bei uns der Fokus.

00:28:22: Ich bin mir ganz sicher dass es bei Bruder genauso ist so wie ich ihn jetzt kennengelernt habe.

00:28:26: aber einfach Bezug zu den Menschen, dass die Menschen wirklich von Anfang bis Ende begleitet werden mit einer Bezugsperson.

00:28:37: Wenn wir das Gespräch führen ... Dann ist es uns ganz wichtig, dass auch diese Bezugspersonen, der das Gespräche geführt hat, am Tag der Trauerfeier einmal kurz da ist immerhin um zu zeigen hier oder die Familien im Empfang zu nehmen und dann von Anfang- bis Ende begleitet weil dieses Dieses Thema braucht so viel Nähe und Vertrauen.

00:28:59: Und das ist uns unheimlich wichtig, dass da wirklich Begleitung von Anfang bis Ende ist.

00:29:03: Und ja, Service.

00:29:05: Und Service-Firundzwanzig Sieben und ...

00:29:08: Letztendlich sind es ja... Ihr wählt diesen Begriff nicht, aber letztendlich kunden von euch!

00:29:14: Nicht die Verstorbenen, sondern die Angehörigen.

00:29:16: Deswegen wählt ihr diesem Begriff Angehöreger?

00:29:18: Aber letztendlig ist eine Kundenbeziehung.

00:29:21: Du sagst, die Betreuung ist vom Anfang bis zum Ende.

00:29:24: Ich stell mir diese Kundenbeziehung merkwürdig vor, weil die ist ja zeitlich begrenzt.

00:29:29: Die kommt aus dem Nichts und nach der Trauerfeier wahrscheinlich kurz danach endet ihr auch die Kundenbezieher erst mal wieder.

00:29:39: Was passiert zwischen erster Anruf- und Ende der Trauerefeier?

00:29:44: Wie lange ist dieser Zeitraum?

00:29:45: Du hast es eben schon mal schnell geschildert was alles in dieser Zeit passiert.

00:29:48: aber wie lange dauert dieser Zeitraum?

00:29:50: und fasst du das wird auch nochmal dein Worten zusammenbohnen.

00:29:53: Ja, also Zeitraum hängt halt immer auch davon ab.

00:29:56: Was soll es zum Beispiel eine Ohrenbestattung geben?

00:29:59: Die etwas zeitintensiver, sag ich mal ist als eine klassische Erdbestattungen so ... Erd-Bestattung

00:30:05: ist ein Sarg!

00:30:06: Genau.

00:30:07: Ich versuch das nur so zu beschreiben, dass jeder ...

00:30:09: Genau.

00:30:09: Die klassische Sarg- Bestattung die ...

00:30:11: Wie geht's schneller?

00:30:12: Innerhalb von zehn Tagen.

00:30:14: Muss das, glaube ich sogar, ne?

00:30:15: Gibt's da nicht gesetzt?

00:30:16: Natürlich gibt es gesetzige Frustern an.

00:30:18: Haben Sie Interesse an einer Mitarbeit in einer modernen Anwaltskanzlerin?

00:30:23: Als Rechtsanwalt, Rechtsanwelten.

00:30:25: Als Renault Fachangestellte oder als Querensteiger.

00:30:28: Wir erweitern uns und suchen Sie!

00:30:31: Bewerben sie sich jetzt!

00:30:32: Sie erwartet ein moderner Arbeitsplatz, der mit aktueller Technik ausgestattet ist für unsere elektronische Aktenführung in einem aufgeschlossenen und freundlichen Team.

00:30:40: Bewerden Sie sich jetzt?

00:30:45: Gibt es schleswig-holsteinische Bestattungsgesetze?

00:30:47: Klar.

00:30:48: Und innerhalb von zehn Tagen muss die denn auch erfolgen... Und bei einer Ohrne, bei der Ohrenbeisetzung da ist sprechen wir schon meistens von einem etwas längeren Zeitraum.

00:30:59: Allein auch durch die Krimierungszeit.

00:31:01: Durch das Einerscheid?

00:31:04: Ja und in dieser Zeit kann man alles erleben von sehr sachlicher Ebene aber auch in den meisten Fällen eine extrem intensive Bindung ...

00:31:16: entstehen.

00:31:16: Je nachdem wie die Familie dich reinlässt, wenn ich in deren Familienstruktur.

00:31:20: Genau!

00:31:21: Also das ist... In den meisten Fällen ist es bei uns oder bei mir jedenfalls so,... ...dass das Verhältnis sehr stark intensiv wird.

00:31:28: Ja.

00:31:30: Ich bin auch so einer, ich duze auch gerne?

00:31:31: Oh, ich auch.

00:31:32: Also

00:31:32: ich mag das

00:31:33: gerne?!

00:31:35: Wenn ich dann so nach den ersten zwei, drei Sätzen merke, das hilft der Familie eher.

00:31:39: Dann sag' ich okay also von meiner Seite aus gerne per Du und dann sind die meisten ... Also ich sag mal nur noch sie Prozent?

00:31:44: oh ja gerne!

00:31:44: Ja, da ist die erste Hürde irgendwie schon...

00:31:47: Genau, dass Verhältnis ein bisschen auf eine Art persönlichere Ebene zu lassen Und dann auch erstmal gerne die Familien auch ruhig erst mal erzählen lassen So was es denn genau passiert?

00:31:58: Welche Hintergrundgeschichte hat das vielleicht auch um sich da ein bisschen besser an?

00:32:03: ... Bild einfach davon zu machen, weil man kennt logischerweise auch nicht jede Familie der Mann ist.

00:32:07: Manche ja, viele nicht.

00:32:09: Ja

00:32:09: gerade auf dem Land vielleicht eher mal?

00:32:11: Genau.

00:32:11: Aber

00:32:13: im Regelfall kennt man die ja nicht!

00:32:14: Nein genau und da ist das dann erstmal so... Die sprechen lassen sich auch ein bisschen auslassen, sag ich jetzt mal, die Trauerversuchen auszudrücken.

00:32:25: Natürlich stelle ich diese Frage jetzt vor laufender Kamera aber man kommt in eine Familie rein.

00:32:31: Auch ihr habt bestimmt keinen Bock auf euren Job, weil irgendwas ist.

00:32:35: Darf es natürlich nicht raushängen lassen?

00:32:36: Man muss jetzt für diese Familie da sein!

00:32:39: Ähm ... Man hat ja nicht immer Lust auf sowas.

00:32:45: Aber man muss da sein oder doch.

00:32:47: Kannst du dann ein Schalter umlegen, wenn du ...

00:32:50: Ja, klar hat man auch mal einen schlechten Tag oder so.

00:32:52: Oder man hat viel auf der Uhr und war ... Bei mir ist das wirklich so.

00:32:59: Ich kann's selber nicht erklären, aber kaum steh ich an der Türschwelle.

00:33:03: Das ist aber die Rolle, die wir halt spielen.

00:33:05: Und wir

00:33:05: haben auch die Energie in dem Auge.

00:33:06: Genau!

00:33:07: Motivation?

00:33:08: Die Rolle als Bestatterpunkt.

00:33:10: So jetzt funktionierst du.

00:33:11: Du bist für die da.

00:33:12: Ja

00:33:12: genau.

00:33:13: Weil ihr härtet ja auch ab denke ich mal.

00:33:17: also die ersten Aufnahmegespräche heißt das so?

00:33:21: Ja sicherlich.

00:33:23: Die sind bestimmt aufregender als nach... Die Gespräche, oder ist es immer wieder aufs Neue natürlich immer was anderes?

00:33:31: Klar man weiß wahrscheinlich auch nicht wer ist da jetzt hinter der Tür.

00:33:33: Wer wartet an welche Geschichten erwartet mich, welche Stimmung erwartet mich.

00:33:36: Ist immer individuell, oder?

00:33:37: Ja jeder Fall.

00:33:38: also finde ich... Jeder Fall ist anders tatsächlich.

00:33:41: Jeder Trauerfall ist anders.

00:33:42: Das klingt so wie eine Phrase.

00:33:44: Es ist auch ne Phraser aber es ist auch so

00:33:45: Aber es ist eine zutreffende Phrasen.

00:33:49: Jede Familie wir sind alles Individuelle Menschen, so mit sind die Gespräche auch alle individuell.

00:33:56: Und natürlich ... Wenn es anders ist aber ... Natürlich hat man da Familien, die lassen einer nicht so rein.

00:34:08: Die grenzen sich ganz klar und sagen du bist jetzt der Bestatter?

00:34:12: Fertig!

00:34:13: Aber dann gibt's diese...

00:34:14: Das vollkommen okay

00:34:14: ist.

00:34:14: Genau das ist für mich auch völlig in Ordnung weil wenn es die Art und Weise ist wie sie das sich vorstellen, dann ist das für mich fein.

00:34:21: Ich kann viel mehr geben, wenn Menschen mich reinlassen in deren Strukturen.

00:34:27: In deren Denkweisen und Vorstellungen weil dann kann ich das ja individuell für die ausrichten und dann kann nicht den helfen Und dann macht es das alles noch noch intensiver Weil man fühlt sich denn noch mehr verantwortlich gut machen und dann entstehen zum Teil auch manchmal irgendwie richtig gute Bekanntschaften.

00:34:48: Also ich weiß noch, ich hab eine Angehörige, liebe Grüße an Sie, der ist übrigens Elena.

00:34:54: Und jedes Mal wenn sie mich sieht, sagt sie, ich freu mich, wenn ich dich sehe!

00:34:57: Und sie verbindet mich eigentlich mit dem Trauerfall ihres Vaters, der einfach plötzlich im Garten ungekippt ist... ...und sie kommt ins Bestandungshaus und sagt, ich freue mich wieder hier zu sein, das ist doch verrückt.

00:35:08: aber

00:35:09: Und das gibt mir so viel, wo ich sage schön.

00:35:12: So soll es doch irgendwie sein.

00:35:13: aber natürlich geht's ... Kann ich's auch verstehen wenn da Menschen sind und sagen nee, ich möcht mit euch nichts zu tun haben Das ist für mich so schrecklich und...

00:35:20: Ja

00:35:20: hier ist meine Grenze genau und so müssen wir dann halt immer wieder aufs Neue herausfinden wen hab' ich vor mir was brauchen sie?

00:35:28: Wie sehr kann ich mich da jetzt einbringen oder nicht?

00:35:31: Mich interessiert wie ihr damit umgeht denn ist das Gespräch durch Ihr habt euch auf die Menschen eingelassen.

00:35:37: Möglicherweise ein trauriges Gespräch, ein intensives Gespräch.

00:35:40: Sowieso ein emotionales Gespräch?

00:35:42: das Gespräch ist beendet ihr steigt zurück ins Auto Ist dann erstmal durchatmen.

00:35:46: ist denn das verarbeiten oder wird in die Musik angemacht und Feierabend?

00:35:51: also ihr seid ja auch Menschen.

00:35:53: wie geht es dann weiter?

00:35:55: Also wenn ich kurz... Bei mir ist es irgendwie gleich so Wenn ich dann im Auto sitze und zur Firma fahre Oder ins Büro fahren.

00:36:03: Rad hat bei mir schon den Kopf so welche Schritte gehe ich jetzt erstes durch?

00:36:07: wen rufe ich jetzt zuerst an?

00:36:08: oder weiß wie ihr es im Urlaub.

00:36:11: Ich arbeite den Fall schon im Kopf ziemlich

00:36:13: sachlich

00:36:14: ab, weil das ist am Ende auch das was die von mir verlangen dass sich einfach mein Job mache.

00:36:20: Genau, da brauchen

00:36:21: ja niemanden der emotional ist, sondern jemanden der die Kontrolle behält.

00:36:25: Es gibt für mich diesen roten Faden, denen ich lang gehe und möchte die mitnehmen.

00:36:30: Wir haben eine schwere Zeit vor uns, vor allem ihr sag ich erst mal, ihr habt eine schwere Zeit vor euch.

00:36:34: Ich nehme euch an die Hand und begleite euch in eine gewisse Zeit.

00:36:37: Und nehmt euch das, dass das kommt jetzt auf euch zu?

00:36:39: Das nehm' ich euch ab oder nehmen wir euch ab.

00:36:42: In den Behördenwege

00:36:43: etc.,

00:36:44: was halt alles auf die einbricht muss man ja wirklich sagen.

00:36:47: Und das ist einfach so voll der Fokus bei mir, dass sich das emotionale ... Fast nie zulassen, bin ich ganz ehrlich.

00:36:56: Klingt jetzt ein bisschen hart aber es ist einfach so.

00:36:58: Und nimmst du das mit nach Hause oder ins Wochenende?

00:37:01: Oder mit wo auch immerhin?

00:37:03: Kommt drauf an!

00:37:04: Ich hatte tatsächlich eine meiner schwersten Überführungen, meine bisherigen Laufbahnen ... Das war ein sechsjähriges kleines Mädchen was ganz tragisch umgekommen ist.

00:37:16: und da bin ich ehrlich... Da bin ich nach Hause gefahren und hab geweint.

00:37:20: Ich habe einfach nur geweint

00:37:22: Du hast eine vierjährige Tochter?

00:37:23: Ich habe eine vierjährige Tochta und das musste raus.

00:37:27: Und da denke ich mir einfach nur, ich bin auch nur ein Mensch ... Aber in dem Moment hab' ich funktioniert und ich musste selbst mehr auf die Schulter klopfen und sagen, dass du dann funktioniert hast.

00:37:37: aber ich musste funktionieren!

00:37:40: Aber dann wo keiner mich gesehen hat, hab', ich geweint.

00:37:43: So jetzt muss erstmal die Anspannung raus und dann wird bei ganz tragischen Fällen, weil ich bin ein sehr emotionaler Mensch Wenn ich funktionieren soll, muss ich funktioniere.

00:37:52: Aber ich bearbeite vieles und sprich sehr viel darüber.

00:37:56: Und dann sitze ich mit meinem Mann am Tisch oder meinen Eltern ... Dann wird einfach erzählt was man wahrgenommen hat wie das für ein war.

00:38:05: Manchmal auch einfach mit Freunden so dieses Verarbeitung.

00:38:09: Es ist aber auch wieder okay, aber irgendwie muss es manchmal raus, weil's Schicksalsschläge sind.

00:38:15: Oder wenn Familien dich so sehr reinlassen und erzählen von ihrem Leben haben wirklich schon mehrere Schicksalsschläge gehabt und du sitzt dann, hast irgendwie eine Sympathie für dich.

00:38:24: Dann bist du ja auch ganz anders, oder?

00:38:27: Ja ...

00:38:27: Ich bin da so ein bisschen ... Kommt drauf an!

00:38:29: Also manchmal...

00:38:31: Ja.

00:38:32: Es ist so mit Fühlen ja, mit Leinen nein.

00:38:36: Weil wenn man das zu krass einen mitnimmt, schadet man sich selbst.

00:38:42: Du hast den großen Wissenvorteil boden vielleicht bei der Feuerwehr.

00:38:46: Er fährst auch viel leid.

00:38:49: Das muss man auch abschalten, wenn man wieder nach Hause kommt.

00:38:52: Bestimmt?

00:38:53: Mhm, ja.

00:38:54: Du allerdings machst das in vierter Generation und ich möchte auf diese Gespräche ein bisschen eingehen, die Gesprächsführung, das Einfühlsame.

00:39:01: Vielleicht wurde dir das schon ein bisschen in die Wiege gelegt weil vierte Generationen oder du zweite Generationen machst erst seit zwei Jahren was vorher beim Finanzamt.

00:39:10: Da waren die Gespräche anders.

00:39:12: Ziemlicher

00:39:12: Kontrast.

00:39:13: Ja aber wie

00:39:15: ... und das frage ich euch beide, wie lernt man solche Gesprächsführungen?

00:39:21: Das ist ja auch eine Gabe.

00:39:23: Und der Kontrastfinanzamt zu diesem Aufnahmegespräch ist doch sehr

00:39:27: krass!

00:39:28: Ja also es ist...ja dass zu lernen ist so ne Sache, das ist meine eigene Überzeugung, dass man kann es lernen aber enorm wichtig, dass man auch viel schon mitnimmt.

00:39:43: Ich bin zum Beispiel ... Emotion bei mir eher weniger, aber es heißt nicht, ich bin nicht empathisch.

00:39:50: Das ist bei mir sehr stark vorhanden.

00:39:53: Eine Empathie entwickelte ich immer sehr stark.

00:39:56: Aber die Emotionalität ist bei mich halt raus.

00:39:58: Weil dieser Berufsfokus bei mir extrem stark ausgeprägt ist irgendwie.

00:40:02: Also ich bin da dann in meinen Beruf langsam Richtung ... Perfektionist vielleicht unterwegs.

00:40:08: Ich weiß es nicht, aber ich will halt das was die mir sagen sehr klar wahrnehmen und dann auch wirklich festhalten und dass es denn so läuft wie die das wollen.

00:40:18: Und dann aber ja mit den Familien die möglichst durch warme gute Worte begleiten mitnehmen und denen die Sicherheit geben ihr möchtet das und das vertraut drauf ist wird erledigt es wird passieren so wie ihr das wünscht.

00:40:36: also ich bin wenn es davon überzeugt, dass man Empathie entweder schon von Natur aus mitgekriegt hat oder nicht.

00:40:45: Natürlich kann man noch das Ausweiten verbessern.

00:40:51: Ein Gefühl für die Menschen bekommen.

00:40:52: Es gibt immer verschiedene Charaktere wie man darauf eingeht und so... Das ja aber wenn du von Naturaus nicht empathisch bist ist man in unserem Beruf meiner Meinung nach nicht richtig.

00:41:03: Und ich sehe das auch wenn wir Vorstellungsgespräche haben, da kann man schon Gefühl dafür bekommen für nicht.

00:41:12: Ist in der Lage empathisch zu sein oder nicht?

00:41:14: Weil wir brauchen eigentlich eher menschliche Fähigkeiten.

00:41:18: Unserem Ruf kann man lernen!

00:41:20: Da braucht man keinen nicht für studiert haben und sonst was das kannst du dir alles beibringen.

00:41:24: aber diese Menschlichkeit für Menschen da sein Verständnis dafür zu haben Das muss man haben.

00:41:33: Und das macht es einfach so besonders!

00:41:35: Und das sind dann Sprüche, die ich aufmessen, denn auch höre dass so euer Beruf könnte ich nicht der ganze Ungang mit den Verstorbenen und so Die Verstorbenden sind nicht das Problem überhaupt nicht Der Ungang mir den angehen das ist wie hohe Kunst das muss man hinkriegen.

00:41:50: Und jetzt möchte ich mal ein paar Jahre zurück gehen nämlich elf jahre zurückgehen zu einundzwanzigjährigen helena D Einen zwanzig ist die blut junges Die auf einmal Bestatterin ist, die auf einmal solche Gespräche filmst.

00:42:04: Die auf ein Mal in Familien geht und da kommt so'n junges Mädel um die Ecke und sagt So was ist hier denn los?

00:42:12: Ja

00:42:14: Nimm uns da mal mit.

00:42:14: also das ist sowieso jung immer noch.

00:42:16: aber auch da gerade damals Und wir haben auch die familien reagiert ich hätte schon geguckt Mensch Wer kommt denn noch?

00:42:24: Ja,

00:42:25: durchaus passiert.

00:42:27: Da muss ich echt einen Hut ziehen von meinen Eltern, die ... Ich bin mit einundzwanzig ungefähr gestartet.

00:42:35: Die haben mich aber nach keine Beratungsgespräche führen lassen.

00:42:38: Nee, nee, nee!

00:42:38: Ich musste erst mal mitlaufen und meine Eltern oder mein Vater und meine Mutter haben auch früh angefangen mit dem Beruf und wissen wie hart es ist wenn man so jung ist sich dann zu beweisen.

00:42:50: Also, ich fing glaube ich erst mit fünfundzwanzig sechsundzwanziger an haben die gesagt so jetzt kannst du Können wir es besser vertreten nicht weil sie mich nicht geglaubt haben oder nicht Aber das braucht einfach noch eine gewisse reife.

00:43:04: so und dann bin Ich auch den ganz ganz dankbar für und ich bin ja denn immer mit gelaufen aber selbst mit sechsund zwanzig.

00:43:10: also Ich weiß noch wie heute und das ist nicht eine Familie gewesen, sondern bestimmt schon mehrere am Anfang.

00:43:16: Die standen vor der Tür, die haben mich reingelassen und die haben die Tür aufgelasst wirklich!

00:43:21: Und die haben rausgeguckt.

00:43:23: und dann dachte ich so, wen suchen sie denn?

00:43:27: Frau Echsen, kommen Sie allein oder haben sie Ihren Vater mit?

00:43:31: Nee nee wir machen das alleine.

00:43:32: Ach so ja!

00:43:33: Die haben sich so in Tapp gefühlt aber wirklich... Das war für mich die Motivation.

00:43:37: so.

00:43:37: jetzt zeige ich euch.

00:43:38: Mit sechsundzwanzig kann ich das.

00:43:40: natürlich wusste ich ganz genau.

00:43:42: die erste halbe Stunde wird ein bisschen anstrengender.

00:43:45: Ich muss mich beweisen ich muss zeigen dass ich weiß wovon ich rede.

00:43:50: Also, ich bespreche grade mit ... also von fünfzig bis siebzigjährig je nachdem.

00:43:56: Rede ich irgendwie übers Leben und bin selber noch gefühlt grün hinter den Ohren.

00:43:59: Irgendwie passte das Verhältnis nicht.

00:44:01: Und da hatte ich dann einfach, brauchte ich ein bisschen Zeit?

00:44:03: Aber danach war das ein Selbstläufer!

00:44:06: Das höre ich immer noch.

00:44:07: Das hat ja gut geklappt, Frau Ehrichs.

00:44:09: Das war ein richtig tolles Gespräch.

00:44:11: Es ist super süß wie

00:44:13: die... Ich kann's aber auch verstehen.

00:44:14: Ja,

00:44:14: irgendwie ja!

00:44:15: Also keine Frage.

00:44:16: Ich glaube,

00:44:17: dass es auch nicht mehr unbedingt Alter gegenüber gemeint, sondern das ... Das

00:44:20: Geschlechtssprühen.

00:44:23: Hör mal!

00:44:24: Nein, aber weil die Angehänge auch ... Komm raus, komm

00:44:29: raus!

00:44:29: Wollt

00:44:29: du dann?

00:44:30: Nein, weil die angehängen mit echt viel Angst in dieses Gespräch gehen.

00:44:34: Weil die ... Also, das hab ich immer gehört.

00:44:36: Die dachten wirklich, dass wir schrecklicher sind.

00:44:39: Und die haben nicht mit so einer ... Wie du, wie ich dich kenne, strahlt's ja aus, sehr viel Werner aus und damit rechnen die nicht.

00:44:46: Das ist so ein ... Gib mir deine Hand, das müssen wir machen.

00:44:50: Ich fühl dich durch!

00:44:51: Und das, glaub ich, machst du halt auch sehr gut.

00:44:53: Damit rechnen die überhaupt nicht.

00:44:54: Sondern die rechnern mit was Kälterern.

00:44:56: Die bislang typische

00:44:58: Vorurteile ...

00:44:59: Ja, ja, genau!

00:45:00: Der hake Mann mit dem Geier auf der Schulter.

00:45:03: Süß, ne?

00:45:04: Wenn man euch beide jetzt hier erlebt oder grundsätzlich ... Alles andere als das.

00:45:08: Sagt es schon so, die Bestatter können auch gut...

00:45:11: Grundsätzlich sind meine ganze Stadtte und Kollegen auch.

00:45:14: Wir sind alle jung und dynamisch.

00:45:15: Es

00:45:16: ist kein Widerspruch, bestatter zu sein und jung und Dynamisch zu

00:45:21: sein.

00:45:22: So muss es vielleicht auch sein, dass wir den Kontrast haben und in der Lage sind diesen traurigen und schweren Beruf auszuüben.

00:45:30: Aber holen uns das irgendwie in unserem Alltag wieder diese Kraft um dann wieder diesen schweren Beruf aus zu üben?

00:45:38: Und vor allen Dingen auch Ruhe reinbringen.

00:45:40: die Familie Wir machen das, wir kümmern uns.

00:45:43: ihr könnt euch auf das Trauern konzentrieren.

00:45:45: alles andere nehmen wir euch ab.

00:45:46: was ihr uns auch abnehmen lässt

00:45:51: Das Trauern entwickelt sich nicht weiter, aber der Beruf.

00:45:53: Der Bestatterin des Bestatters hat sich enorm weiterentwickelt und deswegen ist es vielleicht auch eine Generationsfrage.

00:46:00: Früher waren vielleicht Bestattern nicht so ... Wir waren noch mal jung, aber vielleicht nicht so dynamisch, nicht so andere

00:46:05: Zeit?

00:46:07: Genau das müssen wir jetzt auf so einen Punkt

00:46:08: ... Er entwickelt sich weiter!

00:46:09: Und

00:46:10: die Branche ist unheimlich im Wandel bei

00:46:12: uns.

00:46:12: Dann kommen wir mal dahin was passiert denn gerade in der Branche?

00:46:16: Digitalisierung, Individualisierung.

00:46:18: Die Trauerfeiern werden immer meiner Meinung nach individueller.

00:46:21: Natürlich seit Corona werden sie ein bisschen kleiner, aber sie werden individueller.

00:46:26: die Menschen wollen jetzt...die wollen mitgestalten.

00:46:29: das bringt natürlich auch mehr Potenzial da individuell die Trauerfreiheit auslöften zu können.

00:46:34: Es wird bunter.

00:46:35: Das heißt mir Umsatz Nicht umschrieben.

00:46:38: Vielleicht kommt drauf an, was für Dienstleistungen Sie wollen?

00:46:40: Aber es steckt ja... Jetzt gehen wir in diesen Bereich.

00:46:44: Es gibt mehr Chancen für uns Dienstleistung anzubieten Mehr Felder anzubietend die vorher nicht da waren weil sie jetzt aber auch geschaffen werden.

00:46:53: ganz klar Aber dafür muss man sich bewegen Man muss mit der Zeit gehen und das gerade so ein bisschen Auch für ich sage mal die ältere Generationen, so der Punkt die auch einfach mit dem gewissen Alter müde sind.

00:47:07: Jetzt noch mal sich zu bewegen, sich anzupassen auf die neue Zeit, die Digitalisierung, dass sie sagen oh nee da jetzt nochmal und denen sagen okay wir brauchen jetzt Nachfolger.

00:47:16: Das ist jetzt wirklich die Zeit wo wir jung... junge Menschen nachkommen und die Branche einfach mitentwickeln.

00:47:23: Und super spannend, was da alles passiert.

00:47:25: Gut, dann war gut dabei die Fische!

00:47:27: Was denn?

00:47:28: Was ist denn möglich jetzt?

00:47:30: Wie individuell kann so eine Trauerfeier letztendlich gestaltet werden?

00:47:34: Gibt es auch Unterschiede noch von Flensburg zu Langhorn?

00:47:37: Ja, erzählt doch mal... Äh ...

00:47:39: Die Örtlichkeit Nicht Trauerfeier, Bestattungsauskapelle unter freiem Himmel im Ruheforst in der Reithalle.

00:47:45: Wir hatten letztens eine Reithallende TrauerFeier mit dreieinundfünfzig Menschen und da sind wir wieder beim Eventmanagement.

00:47:50: Ja, wir brauchen Akustik.

00:47:52: Da war noch ne Kaffee-Tafel danach.

00:47:53: also wir brauchten Catering die Stühle, die Bühne.

00:47:56: Es war so schön das kann man gar nicht in Worte fassen.

00:48:01: Man muss da gewesen sein.

00:48:03: es gab Standing Ovation.

00:48:05: Wir hatten ein Trauer feier im eigenen Garten, natürlich der Garten hat auch dazu eingeladen weil er auch entsprechend groß genug war.

00:48:12: Da waren auch zweihundertfünfzig Menschen.

00:48:14: die wollte eigentlich ihren fünftigsten Geburtstag feiern und hatte wirklich in ihrem Tagebuch ihre Trauerreise schon, ihren Geburtstag aufgemalt kein Scherz mit Pavel Jungs.

00:48:27: Und dann ist sie leider verstorben.

00:48:28: und der Ehemann gesagt wir machen das plus wir gestalten jetzt zu ihrer Trauerfeier.

00:48:37: Also, es wird bunt.

00:48:39: Es war eine Sängerin da ... Ich weiß gar nicht, Luftballons fliegen lassen.

00:48:44: Bitte denkt, das dürfte niemals Grenzen geben bei dem Abschied!

00:48:48: Genau

00:48:49: und ich verstehe die Olporie dahinter?

00:48:50: Ja merkt du, wie gottig du bist.

00:48:51: Ich versteh die Olforie dahinten

00:48:54: und

00:48:55: beziehe mich jetzt mal auf Familien, die nicht zwei Hundertfünfzig Leute im Garten herzeigen können, sondern weil das Leben wird teurer entsprechend werden auch.

00:49:04: Das hab' ich mal gelernt.

00:49:06: Sterben ist teuer.

00:49:07: Ja, sterben ist teuer.

00:49:10: Deswegen gibt es diese Trends die individuellen Trend in diese Richtung aber gibts auch eine andere Richtung weil ich kenn's auch von einigen die möglichst wenig machen wollen und dann ist ja immer so'n schmaler Grad zwischen wenig ausgeben wollen können und Wertschätzung wieder.

00:49:24: also wie geht's in die andere Richtung?

00:49:26: Also ich

00:49:27: kann jetzt mal sowas meinem Umkreis nämlich wahr dass das zumindest so geht.

00:49:32: die Personenzahl wird kleiner.

00:49:33: Ja, aber es ist ... Die möchten trotzdem gerne Kapelle und die Kirche nutzen.

00:49:39: Je nachdem, ob glaube ich ja oder nein.

00:49:42: Oder das Bestattungshaus, wenn's da eine Trauerhalle gibt.

00:49:46: So merk ich's bei uns.

00:49:48: Das ist Personenzahler kleiner?

00:49:49: Ja!

00:49:49: Und auch Kaffee-Tafel machen wir im internen Kreis.

00:49:52: Wir brauchen keinen Gasthof dafür.

00:49:54: Nee, nimmst du doch weniger rein.

00:49:56: Gibt

00:49:56: es genug Gasthöfe für so was?

00:49:59: Also bei uns wird es langsam echt scheißig.

00:50:02: Ja, wir haben ja ein eigenes Trauercafé.

00:50:04: somit gibt's da auch wieder die Möglichkeit ... Aber ja, die Leute wollen's eher im Engenkreis aber letztendlich ich kanns auch irgendwie verstehen.

00:50:12: Da kommen wir aber noch mal zu deiner Frage zurück.

00:50:16: Neben diesem sag' ich mal großen gibts auch die Familien die sagen nee, wir wollen das ganz leise und klein, aber mit Leise meine ich nicht anonym sondern einfach im kleineren Rahmen Zum Beispiel Trauerfeiern direkt an der Grabstätte sein.

00:50:30: Ist unter freiem Himmel.

00:50:32: trotzdem, wenn man sagt ... Man möchte jetzt keinen reden, weil's einfach den Rahmen sprengt vielleicht nicht nur dem finanziellen, ich rede auch von der zeitlichen, weil einige sehen nicht eine halbe Stunde da irgendwie, die möcht es einfach kleiner und dann können wir ja auch an der Grabstätte was reden.

00:50:50: und trotzdem kann man individuell sich ausleben durch eine individuelle Urne durch Blumen, durch Dekoration ein bisschen mitgestalten.

00:50:58: Es gibt wirklich oder anstatt den Erdwurf, den klassischen Erdwurf Sandstrand weil die Versturmene oder der Versturmene war gerne am Strand also Sandstrant mitnehmen.

00:51:09: da fängt doch schon Individualität an.

00:51:11: Also und dann sind wir ganz klein dran.

00:51:13: es ist egal wie es geht immer individuell.

00:51:17: Wir brauchen nur Entput damit wir es individuell gestalten können.

00:51:21: Setz ihr beide euch mit dem eigenen Tod auseinander.

00:51:25: Habt ihr das schon getan?

00:51:27: Könnt ihr euch eine ideale Trauerfeier vorstellen, ausmalen für euch?

00:51:31: wie würde dieser aussehen?

00:51:34: Ihr habt tagtäglich mit dem Tod zu tun und ihr wisst leider ... Das kann jeden treffen.

00:51:40: oder dass gesundheitsunabhängig.

00:51:43: macht ihr euch darüber Gedanken.

00:51:45: Ja also...

00:51:46: Ich meine, deine Firma ist abgebrannt.

00:51:50: Du hättest auch da drin sein können als Beispiel?

00:51:53: Nein, aber auch davor ... Denk

00:51:55: dir mal über so was ...

00:51:55: Ach!

00:51:56: Ich fand immer eine Seebestattung toll.

00:51:57: Das hab ich sogar meiner Frau schon gesagt.

00:51:59: Wir sind seit drei Jahren verheiratet.

00:52:01: Ja, drei Jahre.

00:52:03: Drei Jahre verheiratet?

00:52:04: Das

00:52:05: war ich auch drin!

00:52:08: Und für mich war immer eine Seebestattung was total schönes oder es ist immer noch was total Schönes.

00:52:12: aber irgendwie ist bei mir so ... Ich weiß nicht, ob jetzt mit den letzten Jahren, mit der Zeit schwenkt das ein bisschen um dass ich doch irgendwie... Ich weiß noch nicht mal, ob ich überhaupt mich krimieren lassen möchte.

00:52:20: also ich bin da grad im Wandel, ich weiß es nicht.

00:52:23: Verrückt, ne?

00:52:24: Ich war früher ganz klar Team Erdbestattungen.

00:52:28: als sich dann Mein Meister gemacht habe auch und das Fach Friedhof hatte, sind wir da zum Teil auch in diese biologische Richtung gegangen.

00:52:40: Was passiert eigentlich im Erdreich?

00:52:41: Welche Bedingungen müssen da herrschen damit eine optimale Zersetzung gewährleistet werden kann?

00:52:46: ja Und ich bin Team Feuerbestattung jetzt Ich weiß nicht.

00:52:51: Also wenn meine Familie mich noch mal zur Trauerfeier in die Mitte nehmen will, in Form eines Sages gerne aber stand jetzt möchte ich einfach Feuer bestattet werden und bei mir darfst schon gerne ein bisschen bunter lauter Da schon gerne werden.

00:53:06: So wie ich ...

00:53:07: Ja, die Leute sollen trauern verdammt.

00:53:10: Die sollen

00:53:13: traurig sein.

00:53:15: Ich will schon, dass sie Tränen

00:53:18: vergeben.

00:53:21: Sie dürfen auch lachen über mich und rüber mich herziehen.

00:53:24: Ach, Helena!

00:53:25: Das ist für mich alles Fein.

00:53:26: Aber kurz ein paar Träne wär ganz gut.

00:53:28: Dann lass uns weiter über euren Tod sprechen.

00:53:32: Wer ist das eigentlich, wenn der Tod anruft?

00:53:34: Also es sind ja wie gesagt eure Kunden.

00:53:36: Das Telefon klingelt.

00:53:40: Wartet man auf... also für mich so weit weg!

00:53:46: Weil wenn ich einen Anruf bekomme, ich möchte ein Podcast machen und wunderbar freut in die Richtung.

00:53:50: Bei euch ist es immer mit tot verbunden aber es ist auch gleichzeitig Arbeit.

00:53:54: Also das Telefon Klingelt ... Ist da eine Erwartungshaltung?

00:53:58: Hoffentlich Ihr wisst, wie ich es meint.

00:54:00: Da wollte ich ... Ist da die Erwartung?

00:54:02: Hoffentlich ist jemand gestorben!

00:54:05: Hoffentlich kommt er aus einer reichen Familie.

00:54:08: Wie ist das einfach sachlich der Klär?

00:54:11: Weil da ist ein Geschäft

00:54:11: hinter.

00:54:12: Genau, unser Leben ist so nachhaltend klar.

00:54:14: aber ... Wenn

00:54:15: da zwei Wochen niemand anrufe, ist kacke.

00:54:17: Ja, das ist richtig.

00:54:19: Kommt mal vor, wo man ruhige Zeiten hat... Das ist ja die Schattenseite unseres Berufes, muss ich sagen.

00:54:28: Super nervig.

00:54:29: Bitte korrigier mich, aber es kommt immer alles auf einmal!

00:54:31: Das ist nie ausgeglichen.

00:54:32: Ich weiß nicht warum... Ob die sich da alle draußen absprechen?

00:54:35: Aber auf jeden Fall ist das immer alles Auf einmal oder dann ist erstmal nichts und dann ist wieder viel.

00:54:40: Also es ist irgendwie...

00:54:41: Ja, da werden unsere Koordinationsfähigkeiten

00:54:44: vorder.

00:54:45: Ja ich weiß auch nicht.

00:54:48: Genau.

00:54:48: Aber ja du hast recht.

00:54:49: also das ist wirklich denn so dass man... Warum

00:54:51: das war nicht die Frage?

00:54:52: Ah, ein Tugel.

00:54:55: Meins bin ich immer wieder überrascht wie überraschbar ich da, wenn einen Anruf kommt ist es Trauerfall weil ich immer davon ausgehe, das sind Anrufe, die noch was wollen.

00:55:03: Wünsche äußern dann ist der Pastor, dann käche.

00:55:05: irgendwie ist man so im Koordinationsfluss und dann ... Man isst selbst so'n Brass im Alltag und dann kommt der Anrufer und du denkst ...

00:55:13: Ich sag dahin, ihr macht ja auf gewisse Art Akkvise durchmessen, durch Social Media oder muss ja da wird Geld reingesteckt.

00:55:20: Da musst du auch mal anrufen kommen!

00:55:22: Wir reden ja hier ganz klar, wo ich mich freue.

00:55:23: Wenn es Angehörige oder Menschen sind die nicht aus unserem Umkreis kommen, sondern zum Beispiel eher aus Flensburg oder so, wo wir jetzt gerade uns dabei ein Ausstellen... Dann freu' ich mich, weil ist das schön dass sie Menschen zu uns gefunden haben.

00:55:36: Interessant ist natürlich immer zu wissen wie haben Sie zu uns gefunden?

00:55:39: Das kann man auch im Laufe des Zeit dann herausfinden.

00:55:41: Aber das ist so wo man sich für sich selbst freut wenn man weiß.. Die sind bei uns gut aufgehoben.

00:55:48: Das ist völlig in Ordnung, aber ich freu mich, dass Sie den Weg zu mir gefunden haben.

00:55:53: Das tue ich schon in dem Moment.

00:55:54: Aber dann, ja ... Freude und Freude, ne?

00:55:57: Ist meine Frage, Tora!

00:55:59: Ja,

00:55:59: es ist.

00:55:59: Ich hab

00:56:00: euch fünfzehn Minuten warmlaufen.

00:56:02: Du hast das auch super beschrieben gerade.

00:56:06: Man sitzt ja nicht einfach nur rum und warte bis du hinvon klingelst, sondern man is ja in irgendwas bei.

00:56:10: So, ja genau so.

00:56:11: Wenn passiert wieder was?

00:56:13: Man sitzt an der Autobahn... Der fährt ein bisschen schlingerrig.

00:56:17: Nein, sondern es ist ja so genau ... Man ist in irgendeinem Trauerfall drin, bearbeitet was, stellt Anträge was auch immer und dann kommt dieser Anruf und man geht dran.

00:56:27: Und mein Mann ist gerade eingeschlafen.

00:56:29: Ja!

00:56:30: Fert man erst mal so, alles klar, mein Herz hieß Bylight.

00:56:32: So runterfahren?

00:56:34: Genau.

00:56:34: Und

00:56:34: andere Rolle einnehmen.

00:56:35: Ich hab

00:56:36: eine Gabe.

00:56:37: Auch ne Gabe weil das heißt ja automatisch Arbeit.

00:56:41: Mein Mann ist grad gestorben.

00:56:44: Siebzehntreißig auch mal.

00:56:46: Ja, für

00:56:47: eine menschliche Reaktion.

00:56:48: Denkst

00:56:48: du darfst du alles?

00:56:49: Aber ...

00:56:50: Wir dürfen nicht vergessen, du bist Beamter!

00:56:55: Nee nee das hat sich ganz schnell gelegt.

00:56:57: Das ist auch außerhalb normaler Zeiten.

00:57:00: Ne ne da war gar kein Thema.

00:57:01: Gibt es Vierundzwanzig sieben Erreichbarkeit?

00:57:03: Ja ja.

00:57:04: Versuch's doch mal.

00:57:05: Doch heute Nacht einfach mal

00:57:06: an.

00:57:06: Ja genau.

00:57:07: So aber nur bei ihr.

00:57:11: Ich rufe auf allen Gründen dazu.

00:57:12: Heute

00:57:12: hab ich meine Eltern Bereitschaft,

00:57:14: du musst sagen.

00:57:15: Okay, es ist also Besteutungsbereitschaft?

00:57:19: Ja.

00:57:20: Das nicht so wie Apotheken, das geht um ... Nein!

00:57:22: Sondern dass es ein Angebot eines Bestatters muss sein.

00:57:27: Man versucht es auf jeden Fall.

00:57:28: Es ist nicht unüblich.

00:57:30: Ich habe Bereitsschaften, ich sitze mit Freunden zusammen oder nach Freundin.

00:57:34: Wir waren letztens von der Firma Meines Mannes und dann hab ich einen Anruf bekommen und war kurz mal für zwei Stunden weg.

00:57:42: Und kam wieder?

00:57:42: Ja,

00:57:43: genau.

00:57:44: Passiert!

00:57:45: Gerade gekommen und ... Ja, aber

00:57:47: wieder die Parallele.

00:57:48: Du bist bei der Freiwilligen Feuerwehr schon ewig, ne?

00:57:50: Der Pieper ist mit.

00:57:52: Es piept, du bist zwar schon weg, kommst wieder.

00:57:54: Ja auch schon passiert.

00:57:55: Ich weiß.

00:57:57: Genau so.

00:57:58: Also es muss, ich mein klar wie bei jedem Job, wie bei jeder Unternehmung, du fährst an Urlaub, es muss eine Vertretung geklärt sein.

00:58:05: Das macht dann aber im Regelfall jemand in der Firma.

00:58:07: oder sagt man auch Mensch, Mitbewerber macht immer sehr ungünstig.

00:58:15: Können wir mal ein Deal machen?

00:58:16: Ich vertrete dich im Urlaub, du mich im Urlaube

00:58:18: ... Wenn wir nach Dänemark fahren, ist eigentlich mal Teamentspannung.

00:58:23: Da ist das schon so, dass man das in der Regel filmintern abklärt.

00:58:27: Wobei ich persönlich ... Ich hab kein starkes Konkurrenzdenken tatsächlich.

00:58:33: Jeder Bestattungsunternehmer ist ein Mitbeweiber klar.

00:58:35: Aber es ist nicht so ... Das kann ich dem jetzt nicht.

00:58:39: Ich gucke jeden Samstag die Todesanzeigen in der Zeitung durch und er wohnt im Eingebiet, aber ein anderer Bestatter hat den ... Nee!

00:58:46: Bin ich weit weg von diesen Gedanken?

00:58:48: Aber ist vielleicht auch durchs Ländliche.

00:58:50: Bei uns ist das entspannter, keine Ahnung.

00:58:53: Und hier?

00:58:53: Bei uns ist es ein bisschen mehr mit Bewerberdichte.

00:58:57: Neun Stück, sag ich nicht so klar.

00:58:58: Ja

00:58:58: wir sind schon um die neun also... Ist das

00:59:01: denn viel?

00:59:02: Ich meine Flensburg hat knapp, wir reden nur von Flensburger knapp hunderttausend Menschen, die hier leben.

00:59:07: Neuen Bestatter ist ja genug für jeden da eigentlich.

00:59:12: So kann man das sehen na klar aber man darf ja nicht vergessen in unserem Beruf Wir schaffen ja kein Bedürfnis.

00:59:19: Es ist ja nicht so dass sich jetzt eine super coole Theiz rausbringe und schaffe ein Bedürfnis oder einen Konsum, sondern so viele Menschen sterben im Jahr.

00:59:28: Und sie werden irgendwie finden die Menschen ihren Bestatter.

00:59:32: Aber wenn du für dich eine Familie gewinnst, die vielleicht nicht unbedingt in deiner Region gehört oder wie auch immer dann hast du sie jemandem anderen weggenommen?

00:59:42: Das ist einfach so!

00:59:44: Und da es ist je nachdem wieder die Mitbewerber... Genau das ist die freie Marktwirtschaft.

00:59:51: Deswegen ist das je nachdem, wo man sich befindet.

00:59:55: Ja,

00:59:55: regional auch.

00:59:57: Genau.

00:59:58: Aber ansonsten ... Wir haben jetzt am Samstag eine große Familienfeier, wo unsere Kollegen Mitarbeiter sein werden und da haben wir an unseren Kollegen verwiesen.

01:00:10: Und der macht für uns die Rufbereitschaft so.

01:00:13: Perfekt!

01:00:14: Das finde ich immer ... Wichtig

01:00:16: ist, dass man bei sich bleibt und schaut, wofür stehen wir?

01:00:19: Ähm,

01:00:22: was zeichnet uns aus?

01:00:24: Aber klar hat man so ein bisschen den Blick natürlich.

01:00:27: Was macht die anderen Bestatter und wie grenzt man sich da ab?

01:00:31: Ganz klar also irgendwie... Ja

01:00:34: aber irgendwie, wie du es gesagt hast der Hauptfokus liegt einfach bei einem selber.

01:00:38: Natürlich.

01:00:39: Also das ist so bleibt deiner Linie treu weil so hat's siebzig Jahre funktioniert, fünfdreißig Jahre funktioniert.

01:00:46: Genau!

01:00:47: Es müssen nur die Menschen erreichen.

01:00:49: Das ist halt die Frage Ist halt dann manchmal schwierig, wenn denn die eigene Präsenz im Marketing oder in der Werbung oder wie auch immer kann der mal anstößig sein für andere Mitbewerber und fühlen sich dann irgendwie angegriffen.

01:01:03: Aber gut jeder muss für sich da schauen, wie er sich aufstellt ne?

01:01:08: Das ist aber ein bisschen wieder die strategische Ausrichtung des Wirtschaftsunternehmens sehr einfach so.

01:01:14: Ich habe zu Beginn gesagt das es ein zukunftssicherer Job.

01:01:17: nur die Frage ich meine Demografischer Wandel, die Gesellschaft wird immer älter aber sie lebt auch mal länger.

01:01:24: Wie ist da die Perspektive in der Branche?

01:01:26: Da gibt es ja auch Perspektiven.

01:01:28: ganz gewiss wie sieht's aus in der Zukunft?

01:01:32: rechnet ihr mit einer guten Konjunktur was das Sterben angeht, oder wer ist die Medizin so weit fortgeschritten?

01:01:39: Da müssen wir jetzt auch nicht um heißen Brei reden.

01:01:41: Also es sterben mehr Menschen in nächster Zeit.

01:01:44: Es kommen einfach ... Die

01:01:44: Bruma-Jahrgänge!

01:01:45: Das ist ja ganz natürlich...

01:01:47: Genau, das zeigt wiederum

01:01:49: okay wie stellen wir uns auf und wir müssen schauen mit unserem Personal.

01:01:53: also da kommt einfach mehr auf einen zu.

01:01:56: Auf der anderen Seite darf man aber auch nicht vergessen die Schere geht immer weiter auseinander zwischen Sie möchten noch was ausgeben für den Abschied und die Menschen, die sagen ... Ich seh da keinen Wert hinter mir.

01:02:10: Ist das eigentlich völlig egal?

01:02:13: Da muss man sich als Bestattungsunternehmen ganz klar positionieren und schauen, wo möchte ich hin?

01:02:18: Möchte ich ... Klingt hart aber möchte ich irgendwie Masse oder möchte ich der Qualitätsbestatter sein, der nicht alles ... alles machen möchte, aber sagt okay bei uns kriegen sie noch Dienstleistung.

01:02:31: Wir können noch Abschied gestalten und ...

01:02:35: Es ist Zeitintensive!

01:02:36: Und du kannst

01:02:37: nicht alle abholen.

01:02:38: meiner Meinung nach weil... Dafür ist die Schere, geht sie zu weit auseinander.

01:02:41: Und das wird halt so ein bisschen spannend.

01:02:43: Wie erreichst du deine richtige ... Die Menschen, für die du richtig bist?

01:02:48: Wie erreichst du sie?

01:02:49: Zielgruppe!

01:02:49: Ja,

01:02:50: Zielgruppee ja ich ... Ich

01:02:52: finde was da auch eine große Rolle spielt, dass wie zum Beispiel die Gesetzeslage in zwanzig Jahren noch aussieht.

01:02:59: Also es wird immer liberaler würde ich mal beschreiben.

01:03:03: Deutschland ist ja noch, ich sag mal, gerade schließe Deutschland.

01:03:05: Ist ein sehr konservatives Ansicht was die Bestattung angeht.

01:03:10: aber wenn man zum Beispiel In Holland kannst du dich auf einer Dünne verstorben

01:03:14: lassen.

01:03:14: Aber Holland, die Bestattung sind ein Traum!

01:03:16: Das sind Lebensfeiern, die feiern richtig den Abschied.

01:03:19: Ich

01:03:20: würde am liebsten in Holland fahren.

01:03:21: Ja genau und eigentlich kann ich... Meine Vorbilder.

01:03:23: Genau.

01:03:24: also ich sage mal so alle EU-Länder um uns herum arbeiten das ein bisschen liberaler freier.

01:03:29: Zum Beispiel

01:03:29: was ist mit liberaler gemeint in dem Fall?

01:03:31: Also zum Beispiel auch der klassische Wunsch, den wir immer mal wieder hören, kann nicht die Ohne bei mir auf einen Kaminsinstell.

01:03:37: So wie klassisches USA-Beispiel oder so weiter, ne?

01:03:40: Nein geht leider nicht.

01:03:43: Laut Gesetz!

01:03:44: Genau.

01:03:45: Aber der Wunsch ist immer mal da.

01:03:47: Das müssen wir auf einem Friedhof zu sehen wie auch immer und es ist auch gar nicht so schrecklich lange her wo eine Seebestattung halt auch wirklich nur vorgesehen war für Menschen mit Sehbezug sprich Matrosen Kapitän

01:03:59: etc.,

01:03:59: das haben die jetzt ja zumindest mal auf jeden Mal erweitert.

01:04:03: Ich wohne direkt neben einem recht großen Friedhof Und wenn ich wieder spazieren gehe, dann fallen mir Grabsteine auf wo Bilder eingraviert sind.

01:04:13: Nicht viele und einerseits finde ich.

01:04:17: es denke ich wie schön weil man hat ein Gesicht irgendwie vor Augen.

01:04:21: andererseits... Es gibt ganz wenige davon.

01:04:24: ist das einen Trend?

01:04:25: war das mal eine?

01:04:27: Ich kann das nicht final einordnen.

01:04:28: finde ich das toll schön oder nicht.

01:04:30: Ist in Süddeutschland weiter

01:04:31: verbreitet?

01:04:32: Ja

01:04:33: und was für ein Bild wählt man da?

01:04:35: Wenn die Person Achtzig ist oder als sie fünftig war.

01:04:39: Das

01:04:39: obliegt ganz bei dir,

01:04:40: aber ... Total!

01:04:41: Ich glaube,

01:04:42: wir werden irgendwann mehr QR-Kurz auf deine Grabstein finden.

01:04:46: Ja.

01:04:47: Also es ist bei uns noch nicht so durchgesetzt.

01:04:49: Aber ich kann's mir richtig gut vorstellen, dass du irgendwann über den Friedhof laufen kannst.

01:04:53: dann... Also das gibt es ja schon jetzt keine Idee ne?

01:04:56: Keine Geschäftsidee.

01:04:57: Du kannst QR kurz auf ein Grabstein kleben, einscannen und dann kannst du über den Menschen der dort bestattet wurde einfach seinen seine Lebensgeschichte hören.

01:05:06: Das finde ich super spannend, weil das bringt noch mal wieder den Friedhof ein bisschen zum Leben.

01:05:12: Inwiefern sich das Durchsetzt ist halt die Frage?

01:05:13: Aber damit, finde ich, kann man ganz klar verdeutlichen wie individuell und was für einen Wandel unsere Branche gerade durchläuft.

01:05:21: Und ob es ... sich durchsetzt, das müssen wir sehen, ob wir Deutschen es schaffen!

01:05:26: Wie die Niederländer oder so da den Abschied zugestalten.

01:05:29: aber was mehr ganz wichtig... Da spreche ich mit Sicherheit für alle an die Menschen zu appellieren, dass dieser Abschied wirklich nicht ein Würde verliert.

01:05:40: Dass wir hier alle noch festhalten an einer gewissen Abschiedskultur und ganz egal was in welchem Ausmaß ob groß oder klein aber das jeder einen Würde vollen oder immerhin einen Abschied verdient hat und dass wir daran festhalten und nicht am Ende alle nur noch sind ja wir legen kein Wert drauf und weg.

01:05:57: Nee Leute!

01:05:57: Das kann es nicht sein.

01:05:58: Und

01:05:58: da möchte ich Social Media.

01:06:01: Vielleicht kommt noch mal die Frage, was machen wir eigentlich mit dem Profil von der Verstorbenen?

01:06:08: Wer bekommt immer diese Frage gestellt weil wir haben alle Zuschmiedeprofile.

01:06:12: Ja digitaler Nachlass.

01:06:15: Ich sehe das bei Facebook häufig.

01:06:17: dann ist eine Person verstorben und hunderte Menschen schreiben auf die Seite Rest in Peace und so weiter.

01:06:26: Das sind digitale Gedenkseiten direkt auch.

01:06:28: Total!

01:06:29: Die bleiben bestehen oder auch nicht.

01:06:31: Wie ist da die Handhabe?

01:06:33: Und ich weiß nie, ob ich darauf schalte ... Ich find's komisch!

01:06:36: Also

01:06:36: kommt drauf an... Oder

01:06:37: bei WhatsApp.

01:06:38: man sieht, ich hab so viele verstorben bei mir im WhatsApp wo ich denke,

01:06:41: uah!

01:06:42: Ja also bei Facebook, Facebook hat jetzt schon die Einstellung, wo man jetzt schon zu Lebzeiten sage ich mal eine Einstellung machen kann.

01:06:49: Man kann jemanden schon bestimmen der dann beim Ableben dein Profil verwalten darf beziehungsweise in eine Gedenkseite umwandeln kann.

01:07:00: Es gibt die Gedenkseite, dann kann man da auch nicht mehr großartig posten.

01:07:05: Da gibt es schon die Einstellungen und digitaler Nachlass in unserer Generation.

01:07:09: ganz klar ein Thema ... Was uns als bestärter Wortfindungsstörung betrifft?

01:07:16: Ähm ja also ... Die Frage wird immer mehr.

01:07:21: Tatsächlich wurde mir der digitale Nachlass noch nicht so häufig, kann man noch nicht entgegen tatsächlich.

01:07:27: Aber Land, genau würde ich aushaben, das ist Beispiel Land Aber klar, das wird auf jeden Fall mehr.

01:07:32: Das

01:07:32: haben wir eingegangen.

01:07:34: Und ich bedanke mich schon mal bei euch beiden, dass wir einen Einblick gehalten haben in diese spannende Branche, den spannenden Alltag und ich hab einiges mitgenommen, dass die bestattern, die heutigen Bestatter eben nicht die beschriebenen sind.

01:07:48: Alt, grau und nase sondern moderne positive Menschen sind ...

01:07:53: Mit Nase!

01:07:55: Mit NASE?

01:07:56: Ohne Geier...

01:07:58: Und zieh auch mein Hut davor Einerseits aus dem Beamtentum gewechselt zu sein.

01:08:03: Aus der Sicherheit ist Beamten in die Ungewissheit eines Unternehmers gegangen zu sein, du auch als junge Frau gesagt hast, aber ich mach das!

01:08:12: Du hast jetzt fünfzig Prozentgesellschaften schon dabei?

01:08:17: Wann kommt der Rest Helene?

01:08:18: Ich glaub wenn meine Eltern so weit sind, nein, wir haben gesagt, also wenn mein Vater siebzig wird ungefähr nicht dass er solange noch weiterarbeiten will... Nehmen wir den nächsten fünfzig Prozent.

01:08:29: Das muss auch langsam, ne?

01:08:30: Man kann ja nicht ...

01:08:31: Nee, ja, ja!

01:08:32: Man kann nicht gleich alles nehmen.

01:08:34: Die müssen da auch langsam rauswachsen aus so einem vierundzwanzig-sieben Beruf wie morgens bis abends volles Herzblut reinstecken.

01:08:43: Da kannst du nicht von heute auf morgen sagen, ich hör jetzt auf und übergebe alles an meinen Eltern.

01:08:46: Das geht nicht.

01:08:47: Und pöpö, sowohl für mich ganz langsam einsteigen als auch aussteigen aus Sicht meiner Eltern.

01:08:54: Ja.

01:08:55: Dann werden wir in zehn Jahren spätestens widersprechen.

01:08:57: Ja, das hoffe ich doch!

01:08:58: Die Branche hat maximal verändert.

01:09:00: Wir dürfen gespannt sein, wie der Neubau aussieht... Jaa!

01:09:04: ...gespannt sein was alles noch kommen wird bei euch und auch an der gesamten Branche.

01:09:07: Und meine letzte Frage im Podcast ist immer die gleiche Denn Ich wollte schon immer mal eine Tasse Tee mit euch beiden trinken.

01:09:14: Mit wem würdet ihr gerne mal ne Tasse tee trinken wenn ihr könnt?

01:09:20: Oh,

01:09:21: darauf hab ich mich gar nicht vorbereitet.

01:09:22: Okay,

01:09:22: ich überliege bei dir.

01:09:23: Ich muss nach sein.

01:09:25: Dann würd' ich mit dem Sänger von den Fuffaltern erst mal eine Tasse Tee trinken?

01:09:28: Den hatte ich tatsächlich noch nie!

01:09:30: Was wird's mit denen besprechen?

01:09:32: Einiges ... Erstmal soll er mir erzählen wie sein Leben ist und

01:09:35: wieder

01:09:36: noch leben kann.

01:09:37: Genau.

01:09:39: Und ob ich ihn werden darf.

01:09:41: Und du Helina?

01:09:42: Äh,

01:09:43: ich glaub mit meinem Urgroßvater...

01:09:46: Der den Betrieb mal ... Ja,

01:09:47: genau.

01:09:48: Und einfach weiß ich nicht.

01:09:51: Ich würd gern mal mit ihm quatschen und dann würde ich gerne wissen was der denkt, was daraus geworden ist.

01:09:57: Wie sich die Zeit auch entwickelt hat irgendwie ... Den Gründer unseres Familienunternehmens, das wär irgendwie spannend.

01:10:03: Das

01:10:03: ist echt eine sehr coole Idee.

01:10:06: Gut!

01:10:06: Dann danke ich für die Einblick in euer Leben.

01:10:09: Vielen Dank fürs Zuschauen.

01:10:10: Vielen dank fürs Zuhören.

01:10:11: Das war Tore's Tea-Time mit Helena Erissen und Bruder Pi Nissen.

01:10:16: Danke auch.

01:10:16: Tschüss!